Alpenbrevet 2009 – Gold Tour gefahren

172km und fast 5300 Höhenmeter waren das Ziel. Im Vorfeld verhiess das Wetter nichts Gutes. Es sollte nass und kalt werden. Trotzdem reiste ich mit 2 Ironman erprobten Jungs nach Meiringen. Am Bahnhof angekommen trafen wir dann noch einen Kollegen von Mallorca (auch er Ironman erprobt) und verabredeten uns für den nächsten Morgen. Danach checkten wir in unserem Hotel ein (3 Jungs in einem Zimmer) und gingen ausgibig Pasta schaufeln.

Am nächsten Morgen blickten wir zuerst aus dem Fenster und sahen, dass die Strasse (noch) trocken war. Auf geht’s! Schon bald standen wir mit 2000 anderen Fahren auf der Hauptstrasse und radelten in Richtung Grimsel los. Ich hielt mich zurück und liess die anderen schon bald ziehen. Gleichmässig ging es dem Gipfel entgegen. Die Zeit verging schnell und schon bald war ich oben. Oben angekommen montierte ich gleich meinen Windschutz (für 10 Euro bei Eitzinger gekauft), um nicht auszukühlen. Die warmen Getränke taten gut und schon bald befanden wir uns auf der Abfahrt nach Ullrichen. Der Nufenenpass ist steil. Gut hatte ich ihn vor 2 Wochen vorgefahren und wusste Bescheid. Bald hatte ich meine Pace wieder gefunden und pedalte gleichmässig hoch. Auf der Passhöhe spürte ich erstmals meine Beine… Wenn das nur gut kommt. Die Abfahrt tröstete dann schnell und Airolo war bald erreicht. Jetzt Kopfsteinpflaster, dachte ich, und mir wurde ein wenig bange. Während meine Kollegen wieder hochflogen, gründete ich mit ein paar anderen Fahren eine Fahrgemeinschaft. Das Kopfsteinplaster rüttelte zwar durch, aber es war bei weitem nicht so schlimm wie gedacht.  Auch hier waren wir bald oben und freuten uns auf die gut ausgebaute Abfahrt. Auf der Passhöhe fragte mich eine Frau, warum wir Zahnpasta essen würden. Wir erklärten ihr, dies sei eine konzentrierte Kohlenhydratmischung, worauf sie nur den Kopf schüttelte. Mit 80km/h fuhren wir in Richtung Wassen.

Es wartete der Sustenpass. Dies ist gleichbedeutend mit lange und keine Erhohlungspassagen. Ausserdem fing es an zu regnen. Bei Passhälfte merkte ich, dass die Kraft ausging. Die Pace ging zurück und ich lief im tiefsten Gang. Dafür war ich vorbereitet. Ich fuhr kurz rechts ran und montierte den iPod. Mit der Sanftmut von Züri West und dem Glockengeläut von AC/DC ging’s weiter. Das Wetter wurde immer garstiger und auf der Passhöhe hatte man noch ca. 200m Sichtweite. Aber ich war oben und glücklich. Die Abfahrt war dann Zugabe und im Nu trafen wir in Meiringen ein.

 

Es gibt 1 Kommentar für diesen Artikel
  1. Daniel at 14:20

    Den Alpenbrevet möchte ich auch gerne einmal fahren.Dann aber sicher nicht in der Gold Variante. Mir würde die kleinere Strecke erst einmal reichen.

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