Mein Berg und ich – Portrait von Mathias

Name: Mathias
Wohnort: Hamburg
Rennrad: Basso Astra (und mein alter Schatz Giant TCR)
Website: www.pa-a.de

Über mich:
Schon 1982, im Alter von 15 Jahren, nahm ich in Hückeswagen an einem der ersten Triathlons in ganz Europa teil. Leider war das für mich als Läufer ein erstmal einmaliges Erlebnis – sonst hätte vielleicht ein recht guter Triathlet aus mir werden können, tja. Richtig zum Triathlon, und somit auch zum Radfahren, bin ich erst 1991 gewechselt, und habe innerhalb der Nordrhein-Westfalen-Liga Kurz-Triathlons bestritten. 1997 – und einen Kreuzbandriss später – wollte ich dann doch wenigstens einmal im Leben einen Ironman bestreiten. Wie soll man sonst seinen Enkeln später erzählen, dass man Triathlon gemacht hat?! Dummerweise hat mein erstes Rennen direkt die Hawaii-Quali gebracht, was jedoch – da muss ich ehrlich sein – dann ein traumhaftes Erlebnis wurde.

Eigentlich sollte das auch ein einmaliges Erlebnis bleiben. Als ich mich meine Kumpels jedoch 1998 überredeten, noch einmal in Roth zu starten – weil sie es jetzt auch mit der Quali versuchen wollten – war ich wieder dabei. In dem wahrscheinlich besten Rennen meines Lebens, agierte ich – völlig Kopflos, weil ich erste 10 Wochen vorher eine kleine OP am Knie hatte – dermaßen unbedarft (also „Kopf runter und los“), dass ich bei miesem Wetter auf der Radstrecke mit erneut 9:28 Stunden (wie 1997) diesmal den 99. Platz (statt 180 in 1997) erreichte. Ich musste also wieder auf die Insel.

Nach dem Rennen in Kailua-Kona habe ich mir noch vor Ort Golfschläger gekauft und erstmal drei Jahre lang die Schläger um den Kopf gewirbelt.

Nach einem schweren Bandscheibenvorfall habe ich mich dann 2005 noch einmal konzentriert vorbereitet und in Zürich die Quali geschossen. Auf Hawaii kam mir dann, als der 80 Jahre alte Robert McKeague durchs Ziel lief, die Idee zu meinem Buch „17 Stunden zum Ruhm – Mythos Ironman Hawaii“).

Infolge dessen habe ich dann, weil ich von ihnen gefragt wurde, vier Sportanfänger innerhalb von knapp acht Monaten zum Ironman-Lanzarote trainiert. Das war eine super schöne Sache. (mehr Infos dazu auf meiner Blog-Seite).

Ich selbst musste mich während der Jahre 2006 und 2007 leider zweimal an Bandscheiben operieren lassen, und habe mich 2009 erstmals wieder bei einem Ironman zurück gemeldet. Da ich jedoch ein absoluter Windschatten-Hasser bin, und mich seit vielen Jahren dazu zwinge, im Rennen jeden Meter sauber zu fahren, reichte es mit 9:48 Stunden leider nicht ganz für die Reise nach Hawaii. Hätte ich mir allerdings derzeit eh nicht leisten können – also nicht wirklich schlimm.

Mein Motto:
1. Immer die Ruhe bewahren! Nicht von anderen verrückt machen lassen. So Sätze wie „Wer auf kleinem Kranz den Pass hochfährt soll mehr trainieren“ halte ich für absoluten Unsinn!

2.Aero-Helm tragen, aber zum Pinkeln anhalten! Ich bin überhaupt kein Freund von unsinnigen Materialschlachten, und ich bin mir sicher, dass ich mit meinem 10 Jahre alten Giant im Ironman genauso schnell unterwegs gewesen wäre wie mit dem Karbon-Basso. Also bitte gut überlegen, vor dem Geld ausgeben.

Mein Berg:
Ich habe bisher zweimal an der Jeantex-Tour-Transalp teilgenommen, was für mich als relativ schweren Fahrer immer eine ganz schöne Strapaze war/ist. Dennoch ist es ein tolle Veranstaltung, die ich jedem nur empfehlen kann.

Mein Erlebnis:
Der Sport hat mir unglaublich viele schöne Erlebnisse gebracht. Diese fließen immer auch in meine Kolumne „Neues vom Deich“ auf komische Art mit ein. Grundsätzlich ist der Sport eine kleine Lebensschule, und auch ein Spiegel der normalen Welt. Er bildet den Willen, den Charakter, Mut, Herz und natürlich auch Muskeln aus. Aber wer im Triathlon-Rennen Windschatten fährt, dem würde ich auch im normalen Leben nicht über den Weg trauen.

Das fülle ich in den Bidon: TrinkfromSports! Ich habe früher auch mit diversen Mixturen gearbeitet. Aber heutige Ausdauer-Sportdrinks sind so gut, dass man sie nicht von dieser Qualität selbst mixen kann. Übrigens: Während eines 10-Stunden-Rennens ernähre ich mich (bis auf einen Riegel) ausschließlich mit einem solchen Getränk – und Cola auf der Marathon-Strecke.

Außerhalb des Sports ist einmal pro Woche (leider meist öfter) Currywurst-Pommes-Majo für mich der Heilsbringer.

Mein Wort zum Rennradblog:
Mir gefällt was Christof in „Über mich“ über sich schreibt. Eine gesunde, unverkrampfte und ehrliche Einstellung dem Sport gegenüber. Verbissene gibt es eh schon viel zu viele.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *