Faszination Rennrad: Jedermannrennen

Ötztaler RadmarathonDie Rennrad Jedermannrennen werden immer beliebter. Sei es in den Alpen, oder in Grossstädten, immer mehr Rennradfahrer starten an diesen Anlässen. Zum Teil reisen sie von weit her an. Was fasziniert an diesen Events? Als mehrfacher Wiederholungstäter versuche ich in diesem Beitrag zu beschreiben, woher das Suchtpotential kommt und warum so viele Rennradfahrer davon in den Bann gezogen werden:

 

Gemeinschaftsgefühl
Es hat etwas Majestätisches, wenn mehrere hundert oder tausend Rennradfahrer zusammen losfahren. Das Surren der Räder im Morgengrauen, wenn gestartet wird, die gegenseitige Aufmunterung am Berg, wenn die Beine schwerer werden und das Verfolgen des Etappenziels mit vielen Gleichgesinnten löst ein Gemeinschaftsgefühl aus. Da spielt es keine Rolle wer der schnellste ist, Hauptsache es bleibt Zeit für einen kleinen Schwatz, ein wenig Taktikgeplänkel (Windschatten, belgischer Kreisel, Bergsprints) und man kommt ins Ziel.

Rund um KölnMeine Strasse
Für einmal hat es Platz. Die Strassen sind abgesperrt und es kann so richtig gebolzt werden. Welch ein Erlebnis am Pass die Kurven zu schneiden und zwischen den Abschrankungen ins Ziel zu sprinten! Dazu noch flankiert von vielen tausend Zuschauern.

Einmal wie die Grossen
Irgendwie sind wir doch alle kleine Lance Armstrongs. Leiden am Berg, Führungsarbeit, Windschatten und Peloton. Bei vielen Jedermannrennen gibt es kleine Zwischenhügel, die oft von vielen Zuschauern besucht werden. Dort herrscht dann richtige Tour de France Atmosphäre, wenn man sich durch die schmale Gasse hochquält. Am Zürich Triathlon ist der Heartbreakhill das Highlight schlechthin. Unglaublich was dort abgeht. Da fühlt sich jeder, der hoch fährt, wie Cancellara oder Contador.

Leiden, leiden, leiden
Das gehört dazu. An die Grenzen gehen, wenn nötig. Wer kennt das Gefühl nicht, wenn mitten im Pass die Beine schwerer werden und die Passhöhe noch in weiter Ferne liegt. Was die anderen können, kann ich auch. Irgendwie schaukelt man sich dann halb in Trance den Berg hoch. Oben angekommen ist es dann einfach nur geil.Alpenbrevet

Faszination Rennrad
Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal auf einem Rennrad sass, hätte ich nie geglaubt, dass mich dies so in den Bann ziehen würde. Irgendwie hat es klick gemacht und bei vielen anderen wohl auch. Irgendwann gehst Du dann in die Rennradferien, machst mehr als 5000km pro Jahr und beginnst darüber zu bloggen:-). Die Jedermannrennen sind dann die schönen Ziele, worauf Du trainierst.

Natürlich möchte ich auch dieses Jahr an ein paar Anlässen teilnehmen. Vermutlich werden es nicht so viele, da ich noch in Sachen Triathlon unterwegs bin. Wenn dies aber auch zählt werden es der Halfironman in Rappi, vermutlich der Ironman in Zürich und der Slowup in Stelvio sein. Irgendwann soll dann auch einmal der Ötztaler auf dem Programm stehen. Dafür muss aber noch viel trainiert werden.

Welche Jedermann Rennen hast Du Dir in die Agenda geschrieben, oder bist Du bereits dieses Jahr gefahren? Ich freue mich auf Deinen Erlebnisbericht!

Es gibt 1 Kommentar für diesen Artikel
  1. Christian at 11:03

    Mhhh sehr schön geschrieben, das entfacht das Feuer eines jeden Rennradfreundes.
    Bin selbst bisher nur RTF’s gefahren und was Jedermannrennen angeht noch unbefleckt. Aber ich sollte es wohl wirklich mal probieren, zumal mit dem Raceday Dresden, eines direkt vor meiner Hautür liegt…
    Gruß Christian

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