Schwimmhäute vom Rennrad fahren

Ausblick Ibergeregg

Das verlängerte Wochenende hat sich bereits jetzt gelohnt. Nachdem ich am Freitag an einer Hochzeit war und den Samstag zur Erholung in der Badi genoss, waren für gestern und heute zwei längere Trainingseinheiten angesagt.

Am Sonntag ging es über die Ibergeregg und die Sattelegg. Nachdem ich zügig am Zugersee entlang gefahren war, präsentierte sich die Ibergeregg wolkenverhangen. Egal, da fahr ich jetzt mal hoch, dachte ich mir und radelte zusammen mit einem anderen Rennrad Fahrer die steilen Kehren hoch. Offenbar hatte Petrus kein Gefallen daran. Auf der Abfahrt begann es schon bald zu regnen, und es wurde eine ziemliche Rutschpartie. Unten angekommen, war ich total durchnässt. Zudem sah ich aus wie nach einem Querrennen – das Comback von Albert Zweifel. Es ging weiter in Richtung Sattelegg. Nach wenigen Kilometer hatte der Fahrtwind mich wieder getrocknet. Im kurzen Aufstieg machte es plötzlich „wusch“ und eine Frau fuhr an mir vorbei, als gäbe es kein morgen. Ihre Waden hatten den Umfang meiner Oberschenkel und entbehrten wahrhaftig nicht einer gewissen Kredibilität. Ich fuhr weiter gemütlich hoch, merkte jedoch schon ein wenig gefahrenen Kilometer. Die Abfahrt der Sattelegg machte dann Spass. Trocken, kurvig und übersichtlich. Bald hatte ich meine Überholerin wieder eingeholt. Aha, Triathletin, ging mir durch den Kopf. Grosse Energie, aber nicht so sicher auf dem Rad :-).

In Siebnen beschloss ich noch den Obersee anzuhängen. Die Luft wurde immer drückender und in Richtung Zürich türmten sich Gewitterwolken auf. Bis Erlenbach blieb ich trocken. Doch wieder hatte ich die Rechnung ohne Petrus gemacht. Es spülte mich quasi zurück nach Zürich. Der Platzregen hörte dann ungefähr vor meiner Haustüre auf. Meine Hände sahen aus, wie nach einem Schwimmtraining und mein Rad trocknete ich noch vor der Wohnungstüre. Spass gemacht hat es trotzdem, manchmal ist doch eine kühlende Dusche gar nicht so schlecht.

Auch heute kam ich nicht ganz trocken durch. Eigentlich wollte ich über den Pragelpass. Als mich in Glarus jedoch ein Motorradfahrer darauf hinwies, dass es im Klöntal regne und es schon wieder zu tröpfeln begann, kehrte ich in kurzerhand um. Aus der geplanten Pass-Tour wurde eine Flachetappe. Dafür entdeckte ich entlang der Linth einen schönen Radweg. Zu Hause waren es dann 140km mit einem knappen 30iger Schnitt.

Es gibt 2 Kommentare für diesen Artikel
  1. Martin at 14:30

    Hört sich insgesamt feucht-fröhlig an 🙂 . Wie viele Höhenmeter hast du denn bei diesem Pensum überwunden?

  2. Christof at 11:40

    am sonntag ca. 2500hm und montag nur 500hm oder so.

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