Tirol Tour Tag 4: Forcola di Livigno und Berninapass

Das erste grosse Rennrad Highlight im 2011 war unsere 4 tägige Tour ins Tirol. Alle Höhepunkte haben nicht in einem Beitrag platz. Darum habe ich beschlossen, für jeden Rennrad Tag einen Post zu schreiben. Entstanden ist daraus die Tirol Tour Serie. Viel Vergnügen beim Lesen!

Bernina Pass Aussicht

Ein neuer Traumtag weckte uns am frühen Morgen. Frische Bergluft strömte durch das Fenster und ein stahlblauer Himmel sagte „Guten Morgen“. Nach einem kleinen Frühstück stiegen wir auf die Räder. Ich merkte sogleich, dass mein Hintern nicht viele Kilometer aushalten würde. Zurück ins Engadin sollte es schon gehen, aber den Splügenpass konnte ich vergessen.

Den Weg zur Forcola di Livigno genoss ich aber trotzdem. Eine wunderbare Aussicht und nur wenig Verkehr liess es uns gemütlich angehen. Bald hatten wir den Mini-Pass geschafft und standen am italienischen Grenzposten. Die kleine Abfahrt an den Berninpass war auch wieder ein Genuss. Bei den vielen langezogenen Kurven konnten wir es richtig rollen lassen. Wider erwarten stoppte mich die Grenzwacht: „Hend Sie öppis z’verzolle? Ja klar, ich schleppe bei der Pässetour noch 5 Flaschen Schnaps mit. Und wenn Du an meinem Bidon riechst, dann weisst Du auch wie Gletscherwasser richtig schmeckt… „.  

Forcola di LivignoImmerhin durften wir wieder einreisen und es ging die Kehren hoch zum Berninapass. Die paar Kehren waren schnell gefahren und schon standen wir für das Siegerfoto vor der Passtafel. Die Berninapass Abfahrt ist relativ flach. Nur unten gibt es ein paar Kurven vor Pontresina. Entsprechend mussten wir nochmals richtig kurbeln. Mein Hinterteil war mittlerweile offen und ich beschloss auf den Zug zu gehen. Die Erinnerungen an die vielen schönen Momente sollten nicht einen schalen Beigeschmack bekommen. Lukas beschloss noch über den Albulapass zu fahren. In Pontresina erwische er aber einen nächsten Platten und wir fanden einen grossen Schnitt in seinem Pneu. Also kam auch er auf den Zug in Richtung Zürich. Wir deckten uns noch mit einer Zeitung und dem Men’s Health ein. Auf der Albulastrecke fielen mir aber schon bald die Augen zu, und ich träumte von den vielen Kurven des Stilfserjochs, der Timmelsjoch Abfahrt und all den anderen schönen Erinnerungen der vergangenen Tage.

Die Tirol Tour war ein riesen Erlebnis. Wir werden dies sicherlich in anderen Rennradrevieren wiederholen. Vielleicht heisst es schon bald „Tour durch die französischen Alpen“ oder „Klettern in den Pyrenäen“. Wir werden es sehen. Wer unsere Touren nachfahren möchte, der kann sie bei gpsies.ch herunterladen. Erlebnis garantiert.

Es gibt 4 Kommentare für diesen Artikel
  1. Scale-Stefan at 16:37

    absolut super, absolut klasse. hab mir grad mit viel genuß und spannung die tage eurer tour zu gemüte getan. neben der schönen zeit die ihr hattet, hast du dir auch mit der beschreibung der tage viel mühe gegeben. erinnerungen an schöne erlebte dinge sind doch immer wieder etwas schönes.

  2. Ralph at 10:03

    Habe es eben Stefan nachgemacht und habe mir mal alles durchgelesen. Kurzweilig war sogar das lesen 🙂 Muss ja richtig klasse gewesen sein!
    Dann vllt viel spaß bald in den Pyrenäen 🙂

  3. Torsten at 12:43

    „Hend Sie öppis z’verzolle?“ Hehe, dem kam bestimmt dein Rucksack viel zu groß vor 😉

    War ’ne schöne Tour, deiner Beschreibung nach. Frage: hattest du Gesäßcreme benutzt oder wäre das eine Hilfe gewesen? Habe selbst auch noch nie eine 4-Tages-Pässe-Tour unternommen. Für einen einzigen ganzen Tag im Sattel brauche und nehme ich auch nichts. Weiss aber nicht, wie’s auf einer Etappen-Tour aussähe.

  4. Christof at 19:11

    Leider habe ich keine Gesässcreme benutzt. Würde ich aber auf jeden Fall empfehlen mitzunehmen. Vor allem, wenn man mehrere Tage hintereinander unterwegs ist, und jeden Tag viele Stunden auf dem Sattel sitzt.

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