Einbruch am Klausenpass

Klausenpass

Der 1. August zeigte sich wieder einmal von seiner schönsten Seite. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen luden zu einer Nationalfeiertags Rennrad Tour ein. Wir hatten vor, die Klausenpass Runde zu fahren. Also Zürich, Klausenpass, Altdorf und wieder zurück nach Zürich. Da wir zu fünft waren, konnten wir uns bei der Anfahrt nach Linthal abwechseln. Es wurde ein horrendes Tempo angeschlagen. Mein kleines Frühstück war schnell verbraucht, und in Ziegelbrücke knurrte mir der Magen. Ich hatte 3 Gels dabei und ein paar Rideshots von PowerBar. Der erste Gel musste also dran glauben. In Linthal angekommen verpflegten wir uns erst mal. Mein Garmin zeigte über 32 im Schnitt an. Entsprechend waren meine Beine schon etwas müde.

Die Auffahrt zum Urnerboden liess ich locker angehen. Es lief gut. Ich hatte einigermassen Druck auf den Pedalen und war schon bald auf dem Urnerboden. Gemütlich mit ein wenig Rückenwind fuhr ich den 2. Teil an. Plötzlich machte es schwupp und mir wurde förmlich der Stecker gezogen. Mein Magen war leer und die paar Rideshots konnten mir auch nicht mehr helfen. Langsam aber stetig fuhr ich den Pass fertig. Um mich abzulenken, schaute ich ins Gebirge und genoss die Blumenwiesen. Mit einer Kuh, die am Strassenrand stand, wollte ich ein Foto schiessen. Aber nachdem ich angehalten hatte, trottete sie einfach davon. So viel zu meinem Kharma während dem Aufstieg…

Oben brauchte ich eine Buillon, ein Sandwich und Cola. Dann ging’s halbwegs wieder. Die Abfahrt genoss ich. Ich machte Jagd auf ein paar Motorrad und Autofahrer :-). Der Weg von Altdorf nach Schwyz war dann nervig. Die Achsenstrasse hat zwar einen Veloweg, ist aber einfach zu hektisch. Immerhin entschädigt die wunderbare Aussicht auf den Vierwaldstädtersee. Heute wäre ich auch gerne auf dem Surfbrett gestanden. In Schwyz hatte ich dann schon wieder Hunger. Ich quälte mich weiter dem Lauerzersee entlang und auf die Berner Höhe. Danach ging es in einem Höllentempo dem Zugersee entlang. Um Energie zu sparen, vergrub ich mich im Windschatten… oder wie es andere ausdrückten „ich zog den Bauch ein…“.

Nach weiteren 30km kamen wir in Zürich an. Die letzten Höhenmeter zum Römerhof und ich war froh zu Hause zu sein. 215 Kilometer standen auf dem Tacho. Ich taumelte in meine Wohung und strich mir erst einmal ein feines leckeres Sandwich mit Rohschinken, Käse, Gurken und Tomaten. Das war im Moment einfach wichtiger als zu duschen:-).

Natürlich wird jetzt Ursachenforschung betrieben. So einen Einbruch habe ich noch nie erlebt. Falsche Ernährung mag ja das eine sein. Das andere sind aber die wenigen Kilometer in den letzten beiden Wochen und vor allem das gescheiterte Projekt „5 Kilo runter“.  Auf jeden Fall nehme ich dieses wieder in Angriff und suche nach Literatur mit dem Titel „5 Tipps, um doppelt so schnell den Berg hochzuradeln“. Den Klausen fahr ich bald wieder. Dann mit Elan, genug zu essen und Kuhfoto.

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