Perfekte zweite Wochenhälfte in Sardinien

Sardinien

Nach dem harzigen Wochenauftakt mit einem Regentag, wurden wir in der zweiten Wochenhälfte mehr als entschädigt. Um richtig Kilometer zu bolzen, stand nach dem Ruhetag eine 170km Flachetappe ins Hinterland von Orosei an. Flach heisst auf sardisch nur etwa 2000 Höhenmeter. Ich schloss mich der Speedgruppe an. Wir starteten mit einem moderaten Tempo, so konnte ich die Vielfalt der Landschaft geniessen. Besonders empfehlenswert ist die Anfahrt nach Ala dei Sardi am Lago di Pasada entlang. Auch die Korkwälder zwischen Budduso und Bitti sind ein Highlight. Am Ende der Tour stand der Schnitt bei über 28km/h und ich war nudelfertig.

Zur schönsten Tour kam ich unverhofft. Am Freitag fiel die Speedgruppe aus. Nein, wir hatten den Leiter nicht kaputt gefahren. Er musste neue Gäste am Flughafen abholen, so zumindest seine offizielle Version:-). Ich hatte darum die Möglichkeit, mit dem Mechaniker und zwei weiteren Gästen zu radeln. Gemütlich sollte es werden, doch die Jungs liessen es richtig krachen. Runter fuhren sie wie auf Schienen und hoch ging’s auch ganz flott. Der Mechaniker kannte wunderbare Strassen und streute noch ein paar extra Hügel ein. Besonders schön war die Anfahrt nach Orune. Über 10 Kilometer geht es in diesen kleinen Ort hoch, der immer so nah scheint und doch so fern ist. Die Strasse führt über viele Zusatzkehren und ist bei einem flotten Tempo ziemlich anstrengend. Entschädigt wird man mit einer rasanten Abfahrt. Am Ende dieses wunderbaren Tages waren wir alle ziemlich erschöpft. Einer der Mitfahrer wäre beinahe mit der Schranke der Hoteleinfahrt kollidiert.

Wer nach Sardininen geht, der sollte schon ein paar Kilometer in den Beinen haben. Die Gegend ist ziemlich hügelig und bei einer Tour kommen schnell 1500 Höhenmeter zusammen. Dafür sind die Steigungen stets moderat (ca. 5-7%) und die Landschaft einfach atemberaubend. Zudem hat es wenig oder fast keinen Verkehr. Man kann also auch kilometerweise fahren, ohne ein Auto zu sehen. Für Rennrad Ferien kann ich Sardinien wärmstens empfehlen, vor allem, wenn es auch einmal etwas familiärer zugehen darf, als in der Rennradhochburg Mallorca – inklusive Mirto am Abend.

Um sich ein Bild von Sardinien zu machen, habe ich ein paar Impressionen der Landschaft bereit gestellt.

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