Rennradfahren auf Kreta – wunderschöne Aussichten und ein paar Pässe

In meinen Sommerferien entdeckte ich eine Rennrad Alternative: Kreta. Die griechische Insel ist ein hervorragendes Trainingsrevier im frühen Frühling (Februar, März) und spätem Herbst (Oktober, November). Dazwischen kann es ganz schön heiss werden. Wir hatten eine Hitzewelle und jeden Tag Temperaturen um die 38 Grad. Darum haben wir die Insel auch mit dem Mietauto und nicht mit dem Rennrad erkundet.

Auf Kreta findet man sich schnell zurecht. Schnellstrassen verbinden die wichtigsten Orte. Diese sind mit dem Rennrad zu meiden. Auch wenn sie einen breiten Streifen am Rand haben, machen die Griechen aus zwei Spuren gerne mal vier. Abseits dieser Strassen gibt es aber viele Neben- und Verbindungsstrassen, die in die Berge führen. Diese sind ein Traum. Wunderbare Landschaft und immer wieder die atemberaubende Sicht auf das knutschblaue Meer. Der Süden von Kreta ist weniger touristisch und hat darum auch weniger Verkehr. Dennoch findet man auch dort viele kleine Hotels und Übernachtungsmöglichkeiten.

Wer ein wenig Bergtraining machen möchte, ist auf Kreta richtig. Besonders empfehlen kann ich die Strasse von Sfakia an die Nordküste. Diese zieht sich über viele Kilometer und mehr als 700 Höhenmeter hin. Sie ist damit schon fast mit einem Alpenpass zu vergleichen. Die Strasse wurde vor drei Jahren neu gemacht und ist in einem entsprechend guten Zustand. Die übrigen Strassen in Kreta sind auch ganz passabel. Hier und dort gibt es dennoch ein paar Schlaglöcher, denen man ausweichen sollte.

Nach der Tour ist vor der Tour. Dazwischen gibt es aber ausreichend Zeit, sich mit griechischem Essen zu verwöhnen. Hühnchen in Honigsauce, Souflaki, frischer Tsatsiki, die griechische Küche hat einiges zu bieten. Dazu gehört ein leichter griechischer Weisswein und zum Abschluss ein Raki. In vielen Restaurants wird dieser automatisch mit der Rechnung gereicht.

Am Ruhetag warten romantische Buchten und schöne Strände auf einen. Dann können die Rändli weggebräunt werden. Nicht dass man zuhause noch ausgelacht wird. Einige Hotels haben Sandstrände, die meisten Strände auf Kreta sind jedoch Kieselstrände. Ein bequemer Liegestuhl schafft hier Abhilfe. Dieser kann an den meisten Stellen gemietet werden.

Kreta ist eine gute Alternative für jeden, der mal etwas Anderes als Mallorca, Sardinien, Andalusien oder die Costa Brava sehen möchte. Meinen Hausberg habe ich schon gefunden. Wetten, dass ich das nächste Mal das Rennrad dabei habe.

Es gibt 4 Kommentare für diesen Artikel
  1. Christian at 18:36

    Sehr schön. Und das nächste Mal dann noch einen Ausflug nach Santorini 🙂

  2. Klaus at 11:36

    ich war im Herbst im Süden von Kreta, Agia Galini, Crete Cycling betreibt dort eine Bikestation mit Trainingswochen etc..
    Die Touren war super, flach, wellig, bergig, die Betreuung war professionell und das Örtchen Agia Galini ist sehr schön.

  3. Alexander Gruber at 23:09

    Hallo Bergfahrer,
    verbringe zu Ostern ne Woche im Westen von Kreta -ca 30km westlich von Chania; Kolymvari/Rapaniana Beach. Meine Süße braucht Ruhe u ich paar Halbtages-Touren. Kennt ihr schöne Strecken mit wenig Verkehr u viel Höhenmetern in der Gegend? Würde mir ein Rennrad mieten; dh die Strecken sollten für 25er Reifen einigermaßen gut ausgebaut sein….Wenns das nicht gäbe würde ich halt MTB machen….Hauptsache bisschen Training. Der Urlaub ist auch noch all inclusive da muss ich was wegschwitzen…..Grüße, Alexander

  4. Alexander Gruber at 23:16

    Lieber Christof,
    Nachtrag zu deinem Bericht:
    Hat Lust gemacht dort auch was zu entdecken. Vor allem die Strecke Sfakia an die Nordküste. Ist das Chora Sfakion?? Über Komitades u Impros usw.? Sieht jedenfalls recht Tatzelwurmmäßig aus die Strecke…..und wenn dein Hausberg in der Nähe liegt könntest du ihn mir ja per e-mail verraten…….würde ich dann auch nicht weitererzählen….Gr, Alexander

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