Das Hallenbad City – eine weitere Fehlplanung der Stadt Zürich

Hallenbad CityHätte man vor dem Umbau des Hallenbads City 100 Schwimmer gefragt, was sie denn von der Renovierung erwarten, dann hätten 100 Schwimmer gesagt: mehr Platz! Erhalten haben sie ein zusätzliches  Nichtschwimmerbecken mit höhenverstellbarem Boden. Dafür können sie sich beim Crawlschwimmen über das neue Glasdach freuen. Nach wie vor ist der Platz im ersten Stock kaum genutzt und der Eingangsbereich überdimensioniert. Immerhin stehen den Männern nun ca. 15 Haartrockner beim Garderobenausgang zur Verfügung…

Ich frage mich, wieso die Renovationszeit mehrere Jahre in Anspruch genommen hat. Zumindest hätte man ein 2. grosses Becken bauen können, um endlich Entlastung zu schaffen. Auch die Duschen und Garderoben könnten im ersten Stock effizienter gestaltet werden. Der direkte Zugang über eine Aussentreppe, würde zusätzlichen Platz schaffen. Leider waren der Architektin die Lampen in der Schwimmhalle wichtiger, da sie so eine schöne festliche Stimmung verbreiten.

Ich mache es wie immer: ich buche mir einen Schwimmkurs und habe dadurch eine halbwegs freie Bahn zum Schwimmen. Wenn mich der Bademeister dann noch bittet, nach einem verlorenen Schlüsselarmband zu tauchen, komme ich erst recht zum Zug. Die weissen (!!) Armbänder heben sich super von den hellen Fliesen ab. Immerhin hat die Renovation nur 50Mio CHF gekostet. Nach dem Stadion Letzigrund ein weiteres Beispiel von Fehlplanungen in der Stadt Zürich.

Bildquelle: Offizielle Broschüre des Hallenbad City.

 

Es gibt 7 Kommentare für diesen Artikel
  1. Aaron Schnyder at 10:24

    Ich war noch nie im neuen Hallenbad. Habe bis jetzt jedoch wenig Positives gehört. Zum Glück haben wir in Oerlikon 2 Bahnen für uns alleine reserviert. Bei Interesse kannst du dich ja mal bei mir melden.

    sportlicher Gruss
    Aaron

  2. Thomas at 13:35

    Kann Ich sofort unterschreiben. Die Liste lässt ich noch gut ergänzen. Ein oder Zwei Bahnen mehr wäre sicher nicht so schlecht gewesen. Ich war einmal da um mir das neue alte Bad anzusehen aber ich gehe lieber in Oerlikon oder Wallisellen schwimmen, da muss man sich auf der Bahn nicht schlagen.

  3. Be at 21:03

    1. Sind die fliessen blau nicht weiss
    2. Kostete es 40mio
    3. Hat es in einem denkmalgeschützten haus nicht mehr platz als vorher
    4. Hätte man 100personen gefragt wie sie das neue bad erleben hätten offenbar nur 99 gefunden, dass es toll ist so ein bad in det city zu haben

  4. Christof at 07:59

    1. Sind die Fliesen beige oder weiss. Sie Architekturbeschrieb Hallenbad City.
    2. der baukredit lief sich auf 42Mio. Dabei sind die Administrations und Planungskosten nicht eingerechnet.
    3. Kann man auch in einem denkmalgeschützten Haus, die Nutzung optimieren (siehe Hallenstadion)
    4. Gehört es zur Aufgabe der Stadt genügend grosse Infrastrukturbauten hinzustellen – mit Betonung auf genügend grosse.

  5. Frischi at 20:43

    Winterthur darf sich dem anschliessen. Kürzlich wurde an der Urne das überdeckte Aussenbecken abgewiesen. Winterthur ist glaub zurzeit die sechstgrösste Stadt der CH und bietet genau ein Hallenbad. Dieses wurde 2012 renoviert, wobei ich mich frage wo da das Geld hinging….! Auch in Winterthur gestaltet sich das schwimmen äusserst mühsam. Ohne Mitglied in einem Club macht das trainieren wenig spass – oder kennt einer Zeiten die die nicht besetzten Bahnen nicht überfüllt sind? (Überfüllt ist noch gut ausgedrückt – tempo und „rückenbrustschwimmer“ in derselben bahn)

  6. Stefan at 02:16

    weil es wie überall nicht das private geld ist was zum fenster raus geschmissen wird. solange niemals irgendjemand für planungsmisst rangezogen wird, wird es sowas auch immer weiter geben.

  7. marlies at 17:35

    Was mich am meisten stört ist, das es micht besonders sauber ist in den Umkleideräumen sowie in den Duschen und WC’s. Ich hätte mir auch ein zweites grösseres Becken gewünscht, damit auch die Leute Platz zum Schwimmen haben die nicht so schnell sind.

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