Alpe d’Huez – den Legenden auf der Spur

Alpe d'Huez

Am Montag war es endlich soweit. Zusammen mit Christian von Velohome fuhr ich die Alpe d’Huez. Mit seiner Frau Patti hatten wir unser Lager für 2 Nächte in La Grave aufgeschlagen. La Grave liegt auf dem Weg zum Col de Lautaret, umgeben von vielen legendären Pässen der Tour de France.

Unsere erste Tour führte uns ins Tal zum Fuss der Alpe d’Huez. Dort bei dem mit überdimensionalen Rennrädern geschmückten Kreisel rechts und nach wenigen hundert Metern geht es los. Willkommen an der Alpe d’Huez! Die Alpe d‘ Huez beginnt gleich mit einer kleinen Rampe und der Puls schnellt nach oben. Nach wenigen Serpetinen nimmt die Steigung aber ab, und die Strasse hat einen angenehmen Kurvenrhythmus. Man ist versucht gleich richtig Gas zu geben und stellt sich im innern die Anfeuerungen der Radfans vor.

Alpe d'HuezDer Asphalt ist mit Schriftzügen übersäht, und immer wieder musste ich schmunzeln. Was die Fans da alles hinschreiben. Christian und ich nahmen es gemütlich. Sightseeing quasi. Bald war die irische und holländische Kurve durchfahren und wir erreichten den Skiort Alpe d’Huez. Dort ist es aber noch nicht geschafft. Die offizielle Strecke führt durch den Ort weiter hoch und endet dann etwas unscheinbar auf einem Parkplatz.

Wir fuhren weiter an der Strecke der TdF 2013 entlang. Die viel gescholtene Strecke über den Col de Sarenne wartete. Dies war aber das Highlight der Tour. Durch eine wunderschöne Wiesenlandschaft ging es auf einer kleinen Strasse noch einmal etwa 200 Höhenmeter hoch, ehe wir die etwas holprige Abfahrt unter die Räder nahmen. Wir mussten ja nichts riskieren. Die Strasse wurde ausserdem mit Rollsplit saniert und Vorsicht war geboten. Bald waren wir wieder auf der Strasse nach La Grave, welches nur noch wenige Kilometer entfernt war. In La Grave konnte ich es dann doch nicht lassen. Die Beine fühlten sich relaxed an und ich wollte mir noch einen ersten Eindruck vom Galibier verschaffen. Ich fuhr darum die verbleibenden 10km auf den Col de Lautaret hoch. Dieser hat eine angenehme Steigung und wer will, der kann hier schon richtig Gas geben. Oben angekommen war ich beeindruckt vom grossen Felsmassiv. Ich freute mich auf den nächsten Morgen.

Alpe d'HuezMein Fazit zur Alpe d’Huez: Die Strasse zur Alpe habe ich mir kleiner und alpiner vorgestellt. Wenn man an die schmalen Gassen denkt, welche den Rennfahrern noch bleiben, dann muss hier wirklich die Hölle los sein. Der Ort Alpe d’Huez selbst ist ein durchschnittlicher französischer Wintersportort mit vielen Bauten aus den 70er Jahren. Nicht wirklich schön.

Wer die Alpe d’Huez hochfährt ist nie allein. Unzählige andere Rennradfahrer fliegen auch die Kurven hoch und messen sich an den anderen und der Zeit von Pantani. Wer sich Rennen liefern möchte, der ist da gut aufgehoben. Mein Tipp ist, den Weg über den Col de Sarenne zurück zu fahren. Dieser hat keinen Verkehr und ist schlicht spektakulär.

Spektakulär sind auch die Fotos, die wir während der 2 Tage gemacht haben. Patti, die Frau von Christian begleite uns auf unseren Touren und dokumentierte diese. Erste Highlights sind bereits auf Facebook und die besten Bilder werde ich hier schon bald veröffentlichen. Vielen Dank nochmals an Patti für die wunderschönen Erinnerungen!

 

Es gibt 1 Kommentar für diesen Artikel
  1. christian at 11:28

    Jepp, war sehr sehr toll, kann ich alles so unterschreiben.
    Ergänzend vielleicht noch, dass wir nur zusammen hoch fahren konnte, weil die Berggams Christof auf den Flachlandpanzer Christian immer schön gewartet hat. Während der Eine mit GA1 Puls gefahren ist, musst der Andere an der schlimmmsten Stelle mit 7km/h und 95% MaxPuls sich quälen… 🙂
    Aber muss ja auch was weht tun, der Spaß!
    Jederzeit wieder.

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