5 Tipps für die Reise zu den Tour de France Pässen

Tour de France Pässe

Dieses Jahr habe ich mir einen Traum verwirklicht. Zusammen mit Christian bin ich die Alpe d’Huez und den Col du Galibier gefahren. Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter und haben auch sonst vieles richtig gemacht. Damit euer Erlebnis genauso schön wird wie unseres, möchte ich ein paar Tipps weitergeben.

Reisezeit
Wer weder als Zuschauer der Tour de France beiwohnen, noch im französischen Ferienverkehr ersticken möchte, der meidet den Juli und August. Ideale Reisezeit sind der Juni oder September. Dann sind die Strassen noch nicht oder nicht mehr so voll, wie zu den Ferienzeiten.

Wochentag und Tourstart
Viele Radsportfans reisen am Wochenende ins Rennradmekka rund um die Alpe d’Huez. Auch die Franzosen haben die Hautes-Alpes fürs Wochenende entdeckt und lieben es zu Picknicken. Wer die Passfahrten geniessen will, der fährt die Anstiege unter der Woche. Wer zumindest einen Pass für sich haben möchte, der startet ganz früh am Morgen. Es gibt nichts Schöneres, als in den Serpetinen dem Sonnenaufgang entgegen zu fahren.

Nicht alles auf einmal
Viele Rennradler fahren heute 3 bis 4 Pässe an einem Tag. Christian und ich haben uns zurückgehalten und unser Lager für 2 Tage am gleichen Ort (La Grave) aufgeschlagen. Dabei entdeckten wir auch andere nicht so bekannte Wege und Routen, ohne dabei die klassischen Auffahrten zu verpassen. Ausserdem kann ich mich an fast jede Kurve am Col du Galibier erinnern und mich auf noch viele andere Highlights in den nächsten Jahren freuen.

Wer trotzdem in einer Woche die Alpen überqueren will, für den ist ein Begleitfahrzeug unerlässlich. Es gibt mittlerweile viele Anbieter solcher Touren. Dann wird das Gepäck vom Start- zum Zielort gebracht, und unterwegs wird immer wieder ein Verpflegungshalt gemacht. Die Rennradfahrer, die sich gerne mit anderen messen, können an der Haute Route teilnehmen. Aber aufgepasst, dieses Mehretappenrennen hat es in sich. Hier findet ihr einen ausführlichen Erlebnisbericht.

Die Schönheit des Unbekannten
Natürlich muss man die Alpe d’Huez einmal in seinem Leben gefahren sein. Andere Pässe beindrucken von der Landschaft her aber viel mehr. Ich habe mich richtig in den Col du Galibier verliebt. Aber auch ein Col d‘ Izoard oder Col de la Bonette sollen schlichtweg sensationell sein. Macht euch vor den Touren in den Foren und auf quaeldich.de schlau. Dann verpasst ihr kein Highlight. Einen Routenvorschlag vom Genfersee bis nach Nizza findet ihr auch unter la Route des Grandes Alpes. Dort könnt ihr Euch ein paar Rosinen herauspicken.

Training
Ein Bisschen Training für die Alpenpässe muss sein. Auch wenn die französischen Alpenpässe nicht so steil wie die schweizerischen sind, fahrt vorher richtige Berge. So könnt ihr die Anstiege geniessen und seid am nächsten Tag nicht total kaputt und ausgebrannt. Ausserdem hört man nach der Tour auch kein Krampfgeschrei bis auf die Hotelterrasse.

Christian sagte einmal während unserer Tour ein wenig traurig. Also jedes zweite Jahr schaff ich es nicht hierhin zu kommen. Ganz klar, meinte ich, wir gehen jetzt jedes Jahr in die Hautes Alpes und entdecken die legendären Passe der Tour de France. Ausreden gibt es nicht! Es ist einfach zu schön hier.

Es gibt 1 Kommentar für diesen Artikel
  1. wilfried seyler at 17:50

    Hallo 🙂
    schön und nett be- und geschrieben. Ich möchte mich beim Team Alpecin bewerben; nun habe ich gelesen, dass man sich nur in 2er Teams bewerben kann. Ich suche noch einen Partner bzw Partnerin um mich bewerben zu können.
    Hast Du Tipps für mich?
    Ich habe auch ein Profil bei Facebook. Ich wohne in Süddeutschland an der Grenze zur Schweiz. (Waldshut – Tiengen)
    Würde mich freuen, von Dir zu hören bzw. zu lesen.
    Viele Grüße, Wilfried

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