Produktetest: X-Bionic – Stofftechnologie: mach aus Schweiss Energie

X-Bionic lud mich nach Wollerau ein, um mir die Technologie und Eigenschaften ihrer Produkte zu zeigen und mir ein Testset (Trikot und Hose) zu geben. In der Tat wurden bei den Produkten von X-Bionic komplexe wissenschaftliche Erkenntnise in den Produkten verarbeitet, welche diese im Markt einzigartig machen.

Die Theorie

Die beiden wichtigsten Innovationen habe ich hier vereinfacht zusammengefasst.

Mach aus Schweiss Energie
3D-BionicSphere® System Aktivität
Der Körper schwitzt, um die Kühlung zu unterstützen. Durch die Verdunstung des Schweisses auf der Haut wird dem Körper Wärme entzogen. Er tut dies, um die Körpertemperatur auf 37 Grad zu halten. Besonders viel Schweiss produziert der Körper unter den Armen und am Brust- und Rückenbereich. Dies sind auch die Stellen, die bei einem normalen T-Shirt zuerst nassgeschwitzt sind. Um sich zu kühlen (Schweissmanagement), muss der Körper Energie aufwenden. Diese wertvolle Energie steht dem Sportler dann nicht für Leistung zur Verfügung.

3D-BionicSphere® System RuhephaseX-Bionic hat darum eine dreidimensionale Struktur entwickelt, welche den Schweiss zur Kühlung nutzen kann und ihn nicht nur abtransportiert. Dank der 3D-Strukturen bleibt ein Feuchtigkeitsfilm auf dem Körper bestehen, den die Haut nicht als unangenehme Nässe wahrnimmt. Dieser Film kühlt den Körper und unterstützt ihn damit bei der Wärmeregulierung. Dank diesem Kühleffekt braucht der Körper weniger Energie beim Kühlprozess und diese steht für die sportliche Leistung zur Verfügung. In Ruhephasen hingegen speichert die Struktur warme Luft am Körper und wirkt isolierend.

Partiale Kompression
Durch Kompression auf die Muskeln entspannt sich das Gewebe rund um die Vene und diese kann sich ausweiten, was zu einer verbesserten Blutzirkulation führt. Damit wird das Herz-Kreislaufsystem entlastet und die Sauerstoff und Nährstoffversorgung verbessert. Warum partiale Kompression? Druck wird nur über 1mm Starke Stege ausgeübt. Tests haben ergeben, dass eine partiale Kompression einen massgebenden Vorteil gegenüber flächendeckender Kompression hat: sie berücksichtigt auch die Thermoregulierung des Körpers. Dies hat damit zu tun, dass die flächendeckende Druckeinwirkung die Durchblutung direkt unter der Haut negativ beeinflussen kann und dadurch die Wärmeabgabe des Körpers stört.

X-Bionic hat bei den Triktos und Hosen bewusst zusätzlich definierte Zonen mit Partial Kompression eingearbeitet, welche die peripheren Nervenzellen über Druck sozusagen in Alarmbereitschaft versetzen. Dadurch werden Impulse gesetzt, welche die Koordination verbessern und das Verletzungsrisiko senken. X-Bionic nennt dies den Neuro Response Effekt.

Die Praxis

X-Bionic Test TourDiese neue und innovative Technologie wollte ich natürlich testen. Darum habe ich mir eine Tour ausgesucht, die für den Stoff anspruchsvoll war. Die Temperatur betrug 12 Grad als ich losfuhr und steigerte sich im Laufe der vierstündigen Tour auf 20 Grad Celsius. Dabei wechselten sich Sonne und Wolken ab. Das Profil hügelig (1500 Höhenmeter auf 100km). Kurze und ruppige Aufstiege wechselten sich mit Abfahrten ab. Dazwischen gabe es auch einige flache Abschnitte. Ich wollte Passfahrten simulieren. Du kommst oben verschwitzt an und stürzt dich gleich in die Abfahrt. Das Trikot und die Rennradhose sollte mich zu Beginn der Tour wärmen, an den Aufsteigen kühlen und den darauf folgenden Abfahrten gleich wieder wärmen.

Am Oberkörper trug ich auf Empfehlung nur das X-Bionic Effektor Biking Powershirt und Ärmlinge. Kein Unterziehshirt oder eine zusätzliche Schicht. Am Unterkörper trug ich neben Knielingen nur die X-Bionic Biking Power Bib Tight Shorts.

Das Fazit

X-Bionic Test TourIn der Tat hatte ich während der ganzen Tour weder zu heiss, noch fror ich bei den Abfahrten. Nur auf der Seite verspürte ich manchmal einen leichten Wind. Dies war aber nicht weiter störend. Besonders interessant war, dass das Trikot nie nassgeschwitzt war und ich im Brust und Rückenbereich immer schön warm hatte. Auch unter den Taschen, die mit Riegeln und anderem Zeugs gefüllt waren, funktionierte die Wärmeregulierung.

An den Beinen und Oberkörper hatte ich eine angenehme Kompression. Ob sie meine Leistung positiv beeinflusst hat, weiss ich nicht, da ich dies während einer längeren Zeit ausführlich messen und testen müsste.

Die X-Bionic Stofftechnolgie hat mich absolut überzeugt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei einer gleichzeitig warmen und kühlen Herbsttour mit nur einer Schicht am Oberkörper angenehm Rennrad fahren kann. Vor allem funktioniert die X-Bionic Kleidung auch bei sich wechselnden Steigungen und Abfahrten. Dies ist das A und O für einen Rennrad Fahrer.

Ein Rennradtrikot und eine Rennradhose müssen auch andere als nur stofftechnologische Kriterien erfüllen. Auch hier testete ich die X-Bionic Produkte intensiv. Passen die Taschen? Sitzt das Trikot? Wie fühlt sich das Sitzpolster an? Dazu bald mehr auf rennradblog.ch.

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