1 Jahr BMC granfondo GF01 – ein Fazit

BMC granfondo GF01Seit einem Jahr habe ich nun mein neues BMC granfondo GF01. In dieser Saison fuhr ich etwa 4000 Kilometer. Dies sowohl im Flachland, als auch in den Bergen. Es ist also Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen.

Rahmen und Fahrgefühl
Der Fahrkomfort ist überragend. Seit beginn fühle ich mich auf dem Rennrad pudelwohl. Natürlich habe ich während der Saison meine Position optimiert umd auch die Kraftübetragung perfektioniert. Wenn ich über holprige Strassen, oder auch einmal einen Kiesweg fahre, dann dämpft der Rahmen die Schläge sehr gut. Auch ein Abschnitt mit Kopfsteinpflaster kann so Spass machen.

Easton EA90Räder
Serienmässig wurde das Granfondo mit Easton EA90 Rädern ausgeliefert. Die Räder haben speziell breite Felgen, auf die auch 28mm Reifen passen. Die Idee mit den breiten Felgen gefällt mir. Die Easton Räder sind aber qualitativ zu schlecht. Meine alten Racing Fulcrum drehen doppelt so gut und dies ist beim Fahren merklich spürbar. Schade wurde hier gespart. Mittlerweile hat BMC darauf reagiert und im 2014 Modell andere Räder verbaut. Auch ich habe meine alten Fulcrum montiert und werde mit den Easton nur noch im Winter fahren. Vielleicht legt das Christkind ja auch noch neue Räder unter den Weihnachtsbaum..

Shimano Di2Shimano Di2
Zu Beginn war ein wenig skeptisch einer elektronischen Schaltung gegenüber. Ist die nicht fehler- und wartungsanfällig fragte ich mich. Mittlerweile bin ich jedoch begeistert. Eine elektronische Schaltung ist präzise, einfach einzustellen und super schnell. Man verschaltet sich nie und ist gegen alle Angriffe gewappnet. Ausserdem ist der Verschleiss tiefer und ich musste nie zum Händler gehen, die Schaltung nachstellen zu lassen. Ich würde nie mehr ein Rennrad ohne eine elektronische Schaltung kaufen.

Vorbau und Lenker
Auch hier hat BMC ein wenig gespart. Gerne hätte ich nicht das Easton EA90 oder EA60 Modell gehabt, sondern eine bessere Version. Auch hier verbaut BMC mttlerweile T3 Elemente. Auf einen neuen Vorbau und Lenker muss ich moch ein wenig sparen. Das Budget ist dieses Jahr mehr als ausgeschöpft.

Fazit
Der Kauf des BMC granfondo GF01 hat sich absolut gelohnt. Ich fühl mich super wohl auf dem Rennrad und freue mich bei jeder Tour über die elektronische Schaltung. Beim stattlichen Preis von 6000 CHF hätte ich jedoch bessere Räder und eine bessere Ausstattung bei Lenker und Vorbau erwartet. Zumindest sollte man dies gegen einen kleinen Aufpreis auch umkonfigurieren können. Trotzdem freue ich mich auf jeden Kilometer in der nächsten Saison. Dann kann ich endlich wieder Pässe hochkraxeln, oder im Feld Attacken fahren.

Es gibt 4 Kommentare für diesen Artikel
  1. karsten at 10:03

    schöner Bericht….ein kollege ist mir dem Teil recht erfolgreich das RAAM gefahren.
    ja das Thema Laufräder: ich finde die Firmen sollten langsam anfangen die Velo ohne Laufräder anzubieten. Zu schwer ist der Kompromiss, zu stark der Einfluss auf das Fahrverhalten und zu abhängig ist die Laufradwahl vom Fahrer (Gewicht, Kraft, Designwunsch).
    Das ist eine Ultegra? Glückwunsch musste’s du die nie nachstellen… wobei den Vorteil kann ich nicht nachvollziehen. jemand der einen Akku ian der Steckdose aufladen kann, der sollte auch selber eine mechanische Schaltung nachstellen können.
    have fun, mein 2. BMC kommt am Sonntag indem Keller

  2. Christof at 12:39

    @Christian: stimmt, als Rennradtussi, sollte ich ja auch das Design erwähnen.
    @karsten: eine schaltung nachzustellen mit zwei linken händen ist gar nicht so einfach:-). Aber ich kann bei meinem alten Kuota ja üben.

  3. Rannradfahrer at 22:11

    Guter Bericht, auch wenn ich BMC immer etwas kritisch eggenüber stehe. Eine DI2 ist auf jedefall Top. Wenn das einmal gefahren ist möchte man glaube ich nichts anderes mehr fahren. Zumindest nicht an einem modernen Rennrad.

    Die elektronischen Schaltungen haben noch einen Vorteil, man kann elegante Lösungen für die Kabel finden. Am Hinterbau deines BMC sehr schön zu sehen!

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