Die perfekte Kleidung für die Winterausfahrt

Rennrad WinterbekleidungDie letzten Tage waren herrlich. Jeden Tag gab es Sonnenschein, und die Strassen waren trocken. Also ideale Bedingungen für eine Wintertour auf dem Rennrad. Aber was zieht man bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an, damit es auch auf einer zweistündigen Tour nicht kalt wird? Dies ist mein Kleidungstipp:

Base Layer
Ich trage im Sommer und im Winter immer einen kurzen Base Layer. Im Sommer kühlt dieser und im Winter hält er warm. Der Base Layer ist vielseitig verwendbar. Ich trage  ihn zum Beispiel auch zum Wandern unter einem normalen Baumwoll T-Shirt.

Winter Base Layer
Erst seit kurzem besitze ich einen Winter Base Layer von Rapha. Dank dem Rollkragen und dem atmungsaktiven Stoff ist er perfekt für kalte Touren. Ich trage den langärmligen Winter Base Layer über dem normalen Base Layer. Zusätzlich reicht dann noch eine Schicht, wie eine Winterjacke. Den Winter Base Layer zieht man übrigens unter die Träger der Radhose an.

Winterjacke
Meine Rapha Winterjacke habe ich schon einige Jahre. Im Gegensatz zu vielen anderen Winterjacken ist der Stoff ziemlich dick und flauschig. Trotzdem hält sie schön warm. Sollte es beim Fahren wider Erwarten sehr warm werden, kann ich sie leider nicht so leicht in der Trikottasche verstauen. Aber bei Temperaturen um die 0 Grad passiert dies nicht zu oft.

Halstuch/Buff
Ein sehr wichtiges Accessoire für den Winter ist ein Halstuch, oder ein Buff. Diesen sollte man bei kalten Abfahrten oder einem eisigen Wind auch über den Mund ziehen können. Zu kalte Luft bekommt der Lunge nicht gut. So bietet der Buff zudem einen zusätzlichen Kälteschutz.

Mütze für unter den Helm
Der Körper verliert am meisten Wärme über den Kopf. Darum ist eine Mütze unverzichtbar. Die Mütze sollte unter den Helm passen und atmungsaktiv sein. Sonst wird der Schweiss nicht nach aussen getragen und es ist einem trotzdem kalt. Eine Mütze ist kein Kopfschutz! Der Helm bleibt Pflicht!

Überschuhe und Wintersocken
Ohne Überschuhe frieren einem im Winter die Zehen weg. Idealerweise haben die Überschuhe eine Gortex Schicht und schützen damit gegen Nässe. Ich ziehe zudem meist dicke Wandersocken in die Schuhe an. Damit sind die Füsse nach zwei Stunden nicht eingefroren. Ein wenig auftauen muss ich sie nach einer längeren Wintertour aber trotzdem.

Handschuhe
Nicht zu vergessen sind die Handschuhe. Hier trage ich nicht zu dicke Laufhandschuhe. Diese reichen für zwei Stunden. Ausserdem beeinträchtigen zu dicke Handschuhe das Fahrgefühl und das Handling des Rennrads. Sollte jemand trotzdem das Bedürfnis haben, bei eisigem Wetter zu fahren, dann gibt es spezielle Rennradhandschuhe, die auch bei sibirischen Temperaturen warm halten.

Winterhosen
Im Moment bin ich mit Winterhosen noch am Experimentieren. Ich habe von Assos ein paar alte Hosen, die ich direkt auf die Haut anziehe. Dies ist jedoch suboptimal, da man Winterhosen nicht sehr oft waschen sollte. Dadurch verlieren sie an Isolation und müssen eher ersetzt werden. Verschiedene Hersteller wie X-Bionic bieten auch Unterhosen an, welche unter den Radhosen getragen werden können. Dies wäre zumindst für den Winter eine sinnvolle Ergänzung. Auch Rapha schreibt im Shop, dass ihre Winterhosen über normale Radhosen getragen werden sollen. Ich werde mir wohl einmal eine Radunterhose für den Winter kaufen. Diese kostet weniger als eine ganz neue Winterrennradhose.

Welches sind Eure Kleidungstipps für den Winter? Womit trotzt ihr der Kälte?

Es gibt 4 Kommentare für diesen Artikel
  1. christian at 20:07

    Also zum Themao Unterhose… ich habe vor Ewigkeiten mal von Nike (!) eine Radunterhose geholt die in solchen Situationen ideal ist. Ziemlich dickes Polster was sehr weich ist was nicht jedermanns Geschmack ist, aber relativ lang und unverwüstlich.

  2. Thomas at 21:59

    Bei den Hosen kann ich empfehlen, eine Winterhose ohne Polster zu kaufen und darunter die Sommerhosen zu tragen. Aufgrund der doppelten Schicht dringt weniger Kälte durch, weshalb es nicht eine superwarme Winterhose sein muss. Diese muss dann nicht jedes mal gewaschen werden und zudem kann sie auch zum Joggen, Langlaufen und dergleichen verwendet werden. Nicht zuletzt hat man so beim Radeln die gewohnten Polster.
    Gegen kalte Zehen soll es helfen, wenn man diese über die Socken mit Alufolie umwickelt.
    Denjenigen, welche wie ich mit Sommerschuhen und entsprechenden Überschuhen unterwegs sind, ist unbedingt zu empfehlen, allfällige Lüftungsöffnungen in den Sohlen mit stabilem Klebeband zu verschliessen. Das hilft im übrigen auch bei Nässe: hatte lange gemeint meine Überschuhe seien nicht dicht.

  3. Stefan at 04:45

    ich habe auch eine lange winterhose aber ohne polster damit ich die gleich zum laufen nutzen kann. auf dem bike ziehe ich dann eine normale kurze trägerhose drunter, das hat mir vor jahren mal karl platt in ischgl so erzählt. damit das beste stück dann nicht so kalt wird, kann man noch eine kurze regenhose drüber ziehen, die bewirkt wunder.

  4. christof at 07:04

    Vielen Dank für Eure Tipps. Das mit den ungepolsterten Winterhosen macht Sinn. Habt ihr hier einen Tipp (Skins, Asics)? Das mit der Alufolie probiere ich einmal aus. Meine SIDI Schuhe sind aber nicht so luftdurchlässig dass ich auch noch Klebeband anbringen muss.

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