Hitzeschlacht in der Rhön – der Rhön Radmarathon

Endlich klappt es mit der Nachberichterstattung über den Rhön Radmarathon. In der letzten Zeit war viel los, und ich habe die freien Stunden lieber auf dem Rad und bei anderen Beschäftigungen verbracht, als beim Schreiben.

An Pfingsten fährt man im Bimbach. Auch dieses Jahr wollte ich natürlich dabei sein. Für einmal auf der 202km Strecke. Im Vorfeld hatte ich einigermassen vernünftig trainiert und auch zwei längere Touren gefahren. Ausserdem war strahlend schönes, wenn auch heisses Wetter angesagt. Also alles tiptop.

Der Startschuss fiel um sieben Uhr Morgens. Wir fuhren zügig los, um vor der grossen Hitze schon ein paar Berge gefahren zu haben. Die Rhön ist wunderschön für Rennradtouren. Eigentlich ein perfektes Revier für Trainingslager. Vorbei an Kalibergen ging es bald auf die Wasserkuppe. Entspannt fuhr ich die erste lange Steigung hoch und stürzte mich in die rasante Abfahrt. Bei der zweiten Rampe fand ich eine gute Gruppe. Ich fühlte mich wohl und quatschte beim Hochfahren mit einem Rennradfahrer aus Bremen. Der hatte sich gerade für den Ötztaler angemeldet, ohne jemals davor einen Pass gefahren zu haben…. Sachen gibt’s!

Langsam wurde es heiss. Die Strecke lag meist in der Sonne. Die einzige Kühlung war der Fahrtwind. Schon bald waren wir am dritten Berg. Der hatte es in sich. Steil zog er sich hin und endete in einem feuchten Moorgebiet. Ich fuhr stoisch mein Tempo. Mein Kopf glühte und ich goss mir immer wieder Wasser über den Kopf. Wieso fahr ich am ersten heissen Tag im Jahr gleich 200 Kilometer? Egal, endlich war ich oben und eigentlich für den Tag bedient. Die Beine waren müde. Bei der Fahrt zur nächsten Verpflegungsstation hielt ich in einem Dorf und hielt gleich mal den Kopf in den Brunnen. Das tat gut. Diverse taten es mir gleich.

Nach einer kurzen Verpflegung, ging es den letzten Berg hoch. Die Aussicht in der Rhön ist immer schön, also geniessen und treten. Noch 2 Kehren und der oberste Punkt war erreicht. Meine Beine waren leer und Druck auf den Pedalen gab es nicht mehr –  aber egal. Die letzten 60km kullerte ich ins Ziel. Da konnten mir die zwei happigen kurzen Steigungen dazwischen auch nichts mehr anhaben.

Der Rhön Radmarathon war wie immer super organisiert. Bei den Verpflegungsstationen gab es alles, was das Herz begehrt. Ich will nicht wissen, wieviele Liter Wasser bei der Hitze getrunken wurden. Eigentlich müsste Rhön Sprudel heute pleite sein. Auch die etwas längere Strecke hat mir gut gefallen. Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wieder kommen. Dann mit mehr Trainingsfleiss in den Beinen. Versprochen!

 

 

Es gibt 1 Kommentar für diesen Artikel
  1. Jessica at 16:17

    Cool da gibt es sowas? Is bei mir ja fast in der Nähe…!

    Viele Grüße
    Jessica

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